Winde tragen uns.
Wellen zermalmen uns.
Nun werde ich, Frederic, noch einmal fliegen.
Das Flottomo 866 Rapid steht bereit. Mein Copilot, der kleine Prinz, auch.
Ein letztes Mal. Dann wird der kleine Prinz ohne mich fliegen.
Ich werde ihm alles beibringen. Er hat schon eine gute Mannschaft gefunden.
Ich werde beim Abschied weinen. Ich kann nicht anders!
Tief in meinem Herzen, dem Schreien nahe!
Kleiner Prinz, tue es nicht! Fliege nicht über das Mittelmeer!
Antoine liegt da verloren und geborgen!
Antoine ist über die Sterne hinausgeflogen!
Du schreist mich an. Ich verstehe es!
„Er ist nicht tot! Er kann nicht tot sein! Er wollte für immer für mich da sein!“
„Ich bin enttäuscht!“
„Antoine hat dich nicht enttäuscht, kleiner Prinz!
Er hat noch in seinen letzten Sekunden seines Lebens an dich gedacht.“
Der kleine Prinz ist still.
Ich höre das krachende monotone Lied der Brandung in seinem Herzen.
Er spricht ganz leise zu mir.
„Warst du mal schwer enttäuscht, Frederic?“
„Kleiner Prinz. Ich schweige lieber. Sonst wirst du nie Deine Arme ausstrecken. Arme wie Flügel.
Die Seele eines Albatros in dir wird für immer verkümmern.
Ich bin Frederic, der einsame Pilot.
Ich bin Franz, der verlorene Skipper.
Ich bin Jean, der Musketier in der Schlacht bei Rocroi.
Stolzer Sieger in einem Meer von Blut und Schreien!
Für immer verloren, meine süße und sanfte Liebe!
Die Frau des Südens, meine stolze Spanierin!
Ein Leben, ein Schein, die Enttäuschung … Gottessinn?!
Fliege hoch, kleiner Prinz!
Mit der alten Maschine, hoch zu den Sternen!
Für dich!
Vergiss uns! Antoine und ich!
Brich zu einer anderen Zeit und anderen Stränden!
Von Liebe und Sein brichend voll!“
Friedrichsfeld, 23.08.2026.